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Workshop: Ist der LPD noch zeitgemäß?

Auf den Datenspuren 2016 fand am Sonntag, den 22.10., ein Workshop zum Thema Linux-Presentation-Day - eine Idee mit Zukunft? statt. Zuvor ist am Samstag der LPD durchgeführt worden. Nach einem Impulsvortrag berichteten die die beiden Veranstalter von ihren Erfahrungen mit dem LPD in Dresden und stellten ihre Thesen dazu vor.

  • Linux muss nicht (mehr) präsentiert werden – häufig käme als Antwort, es sei zu kompliziert, man könne nicht spielen oder es gäbe den einen oder anderen Treiber für bestimmte Hardware nicht
  • Warum sollen wir Linux verbreiten? – Ist es nicht viel bequemer Nutzer eines Nieschenbetriebssystems zu sein, das von Viren und Trojanern weitgehend unbehelligt bleibt?
  • Ist die Zielgruppe nicht zu unspezifiziert? – „Offen für alle“ ist zu weit gefasst, nicht jeder braucht Linux
  • Das Werbebudget (vgl. freie Wirtschaft) wäre für eine solche Zielgruppe viel zu hoch
  • Warum nicht von der Seite der freien Software betrachten und nicht auf das Betriebssystem fokussieren?
    • Vorteile durch Nutzung von Paketmanagement-Programmen
    • Ähnlich wie F-Droid könnte es auch ein Programmmanager für Windows geben, mit dem man freie Software installieren kann – Übergang zu einem freien Betriebssystem einfacher, aber auch unnötiger
  • Statt einem LPD einen LPD light ettablieren, der sich nicht dem Konzept des LPD verschreibt, wie er in Berlin erdacht wurde – dem wurde explizit widersprochen, der LPD sei kein festes Korsett von Vorgaben, sondern jeder solle das machen, was er möchte und für richtig hält, um Linux zu verbreiten
  • Wozu benutzen $Menschen Computer?
  • In der Ausbildung würde derzeit noch zu einseitig unfreie Software eingesetzt
  • Auslieferung von Rechnern mit unfreien Betriebssystem ist immer noch status quo
  • Community-Arbeit sollte kostenlos sein, Support im klassischen Sinn kostenpflichtig (Jemand der mit einem Problem kommt, das er schon versucht hat selbst zu lösen oder selbst lösen will, oder das er gelöst haben möchte.)
  • als Zielgruppe eher gezielt Hobby-Gruppen ansprechen (Strickmaschinen-Hacker, Modellbau-Gruppe, Musiker und Midi-Keyboard als Beispiele)

Fazit: Man solle mit dem Konzept weitermachen, das man für die eigene Stadt für sinnvoll hält. Es gibt de facto keine „Vorgaben aus Berlin“, wie der LPD abzulaufen hat.

hswiki/termine/regelmaessige/linux-presentation-day/workshop-datenspuren/start.txt · Zuletzt geändert: 2016/10/31 16:19 von p1ng0ut